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Mammutaufgabe für Erfurt

Vor einer äußerst schweren Aufgabe steht Schwarz-Weiß Erfurt am Freitagabend, 20 Uhr, in der MBS-Arena. Beim noch ungeschlagenen Zweiten, SC Potsdam, hängen die Trauben für den Neunten sehr hoch.

„Potsdam ist in diesem Jahr noch stärker als im vorigen“, schätzt Erfurts Coach, Konstantin Bitter, den Kontrahenten ein. „Sie haben bisher alle Spiele gewonnen, dabei auswärts Schwerin und Dresden geschlagen. Und auch gegen Suhl war es ein klarer Heimsieg, was schon was heißt. Potsdam ist am Freitag der klare Favorit“, steckt er in seiner Einschätzung die Chancen seiner Mannschaft auf ein Erfolgserlebnis indirekt klar ab und bemüht den Vergleich zwischen David und Goliath. Die weiße Fahne will er im Vornherein aber nicht gleich hissen: „Wenn sich eine Chance auftut, dann wollen wir sie auch nutzen.“

23.10.2021 Volleyball Bundesliga, Schwarz-Weiß Erfurt vs. Schweriner SC

Die Einschätzung über den Gegner teilt Kapitänin „Toni“ Stautz, die sich trotz der Schwere der Aufgabe auf ihre Rückkehr in die MBS-Arena freut, wo sie die letzten vier Jahre erfolgreich spielte. „Es ist schon ein komisches Gefühl, als Gast dort wieder einzulaufen. Aber ich freue mich natürlich auf ein Wiedersehen mit vielen Freunden und Bekannten. Potsdam ist neben Stuttgart zurzeit die beste Mannschaft in der Liga. Aber wir werden mit dem Aufschlag beginnend versuchen, Druck auszuüben und dann schauen wir mal.“ Die Auftritte gegen andere Spitzenteams wie Stuttgart und Schwerin, denen Schwarz-Weiß ein äußerst unbequemer Gegner war, lassen sie dabei auch etwas optimistisch in das Freitagabendspiel gehen. „Wir freuen uns auf das Live-Spiel im TV und wollen uns natürlich den vielen Zuschauern vor dem Fernseher positiv präsentieren“, schiebt Konstantin Bitter noch abschließend nach, bevor er sich mit seiner Mannschaft intensiv auf das Spiel vorbereitet.

Trotzdem steht ihm und seinem Team eine komplizierte Aufgabe bevor, die maßgeblich dadurch erschwert wird, dass Mittelblockerin Elle Sandbothe, derzeit Zweite in der VBL-Blockwertung, krankheitsbedingt auf unbestimmte Zeit ausfallen wird. Und auch hinter dem Einsatz von Lena Liegert, die für Sandbothe gegen Schwerin in die Startsechs gerückt war, steht ein großes Fragezeichen, da sie sich erneut am Daumen verletzt hat.

Keine allzuguten Vorzeichen für das erste Erfurter Fernsehspiel der Saison. Man darf sich jedoch sicher sein, dass die Thüringer/innen alles in ihren Kräften stehende versuchen werden. StS, Foto: Sebastian Schmidt