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Den Trend bestätigen

1. Bundesliga
Lib erfurt Andreas Steindl

Den Trend bestätigen


Am Samstag, 18:30 Uhr, empfängt Schwarz-Weiß Erfurt die Ladies in Black Aachen in der Riethsporthalle. Die Sanchez-Damen wollen ihren Aufwärtstrend seit dem Jahreswechsel bestätigen und es besser als im Hinspiel machen.

So nah und doch so fern. Am Samstag treffen mit dem Siebten und dem Sechsten zwei Tabellennachbarn aufeinander, die aber acht Punkte trennen. Ob es zu einem Spiel auf Augenhöhe kommt, wird sich zeigen. In der Historie zwischen beiden Vereinen gab es viele enge Matches, wovon Erfurt gerade in heimischer Halle einige siegreich gestalten konnte. Aber es gab auch deutliche Niederlagen gegen die Damen aus dem westlichen Dreiländereck. Eine solche war das Hinspiel, als Schwarz-Weiß Erfurt seine schwächste Saisonleistung ablieferte und mit gerade 42 erzielten Satzpunkten schnell wieder die Heimreise antreten konnte. Co-Trainerin Rebekka Schneider will zwar nicht von Wiedergutmachung oder offener Rechnung sprechen, aber eine deutlich bessere Präsentation soll und muss es dann schon sein. „Unsere Mannschaft ist gegenüber dem Hinspiel in einer besseren Verfassung, auch wenn man mittlerweile einigen Spielerinnen die Dauerbelastung der Saison anmerkt und die Belastungen in Training und Wettkampf infolge der geringen Kaderstärke schon enorm sind. Eine richtige Pause gab es seit August nicht. Aber die Spielerinnen haben ihre Rolle im Team gefunden und wir sind im Saisonverlauf besser geworden.“ Eine klare Ansage bezüglich des zu erzielenden Ergebnis am Samstag vermeidet die 28-Jährige. „Wir wollen in jedem Satz unsere Chance Punkt für Punkt suchen und wenn sich die Möglichkeit ergibt, diese versuchen zu nutzen. Wozu das am Ende reicht, müssen wir sehen. Aachen spielt in dieser Saison sehr stabil, überrascht im negativen Sinne selten“, spricht Erfurts Co-Trainerin mit viel Respekt vor den „Ladies“ um Trainerin Mareike Hindriksen.

Der positive Trend der Kaiserstädterinnen ist auch Manager Florian Völker nicht entgangen. „Sie spielen eine wirklich gute Saison, stabiler als in der vorherigen. Aachen ist noch mit Münster im Wettbewerb um den fünften Platz, sie werden sich bei uns voll reinhängen.“

Für Schwarz-Weiß Erfurt ist es das vorletzte Heimspiel der Hauptrunde. Dass danach noch mindestens eins folgen wird, ist für die Thüringerinnen historisch. Erstmals in der Vereinsgeschichte steht fest, dass der Einzug in die Playoffs geschafft wurde. Durch das 3:0 am vergangenen Wochenende in Hamburg, ist der achte Platz sicher. Welcher Rang es am Ende der Hinrunde wird, muss sich noch zeigen, da Wiesbaden den Erfurterinnen vier Spiele vor Hauptrundenende mit zwei Punkten Rückstand noch im Nacken sitzt. Insofern zählt jeder Punkt, der noch ausgespielt wird. Am Samstag liegen drei weitere zur Vergabe auf dem Parkett der Riethsporthalle, um die es zu kämpfen gilt. Dabei setzen Kinga Szücs & Co. auch wieder auf das heimische Publikum, das ihnen die notwendige Unterstützung geben soll, wenn die doch so fernen Tabellennachbarn aufeinandertreffen.

Hallenöffnung ist 17 Uhr, die Partie ist auch im Livestream bei Dyn Sport zu sehen.

Fotos: A. Steindl, S. Schmidt