Enttäuschender Auftritt in Borken
Nach einer
enttäuschenden Leistung bei den Skurios Volleys Borken musste
Schwarz-Weiß Erfurt mit einer 0:3 (-25, -17, -25)-Niederlage die
Heimreise antreten.
Es sollte ein Sieg werden, um die Chance auf den siebten Platz zum Ende der Hauptrunde zu wahren. Geworden ist es eine glatte Niederlage beim Aufsteiger aus dem Westmünsterland. Dass die Liste der Ausfälle durch Isabel Kovacic vor der Partie noch länger wurde, mag als ein Grund dazu dienen, die Niederlage zu erklären. Entschuldigen kann es den äußerst schwachen Auftritt nicht. Schließlich standen immerhin noch sechs Spielerinnen plus Libera auf dem Spielfeld, die das Zeug dazu haben sollten, in Borken zu gewinnen und deren Anspruch es auch ist. Diesem Anspruch ist Schwarz-Weiß Erfurt am Mittwochabend nicht gerecht geworden. Nicht, als sie im ersten Satz eine 23:19-Führung nicht ins Ziel brachten. Schon gar nicht, als sie im zweiten Satz 0:8 in Rückstand gingen, bei 8:24 blamabel hinten lagen und nur dank einer Aufschlagserie von Emilie Respaut neun Satzbälle abwehrten und somit Ergebniskosmetik betrieben.
Wenn man der Erfurter Mannschaft etwas Positives bescheinigen möchte, dann, dass sie sich im dritten Satz etwas fing und diesen wieder ausgeglichen gestaltete. Dass sie auch diesen in der Verlängerung verlor, passte jedoch ins Gesamtbild. Mit nur einer Angreiferin (A, Darley) in Normalform, kann man kein Spiel in der 1. Bundesliga gewinnen. Dass Coach Pablo Sanchez im zweiten Satz seine zweite Zuspielerin für seine Diagonal-Angreiferin brachte und im eher unüblichen 2+4-System spielte, war ebenso bezeichnend. Sicher gehört auch immer ein Gegner zum Spiel, der wie in Borken von seinem Publikum getrieben, die Chancen sucht und nutzt, so sie sich bieten. Das haben die Damen von Danuta Brinkmann gemacht, gerade als es in den Sätzen eins und drei um die Entscheidung ging. Aber aus Erfurter Sicht war es ein Spiel, an dem es nichts schön zu reden gab. Bitter auch, weil es die Chancen auf das Erreichen des siebten Platzes stark schwinden ließ.
Am Sonntag kommt der Dresdner SC in die Thüringer Landeshauptstadt. Dort sind die Rollen klar verteilt. Eine stark verbesserte Leistung der SWE-Damen darf trotzdem erwartet werden.
Fotos: S. Schmidt