Schwarz-Weiß Erfurt hat auch im ersten Auswärtsspiel gewonnen. Bei den ETV Hamburger Volksbank Volleys gab es ein letztlich deutliches 3:0 (19, 20, 18) für die Gäste.
Erfurt legte in der CU-Arena los wie die Feuerwehr. Mit 8:2 und 16:9 führten sie deutlich. Doch ein paar Schwächen in der Annahme ließen die Gastgeberinnen herankommen und zum 18:18 ausgleichen. Zwei Blockpunkte in Folge von „Elle“ Sandbothe brachten die Thüringerinnen dann wieder mit 21:18 in Führung gehen, mit einem erfolgreichen Hinterfeldangriff machte Lina Lieb kurz darauf den Deckel drauf.
Den zweiten Durchgang dominierten zunächst die ETV-Damen, die den Druck im Aufschlag erhöhten. Erfurt spielte fehlerhaft und war kurzzeitig out of System. 14:7 lagen die Brecka-Damen deutlich vorn. Doch Erfurts Coach, Pablo Sanchez, rief seine Mannschaft wieder zur Ordnung und brachte wie schon im letzten Heimspiel Teresa Ziegenbalg für Dagmar Mouritz. Der frische Angriffswind war erneut ein Puzzleteil zum Erfolg. Nachdem die doppelt punktende Alix de Micheli zum 15:15 ausglich, ging es bis zum 19:19 im Gleichschritt. Dann erzielte „Terry“ Ziegenbalg das 20:19 (die erste Führung) und lud zum 21:19 nach. Auch das 25:20 ging aufs Konto der Ex-Dresdnerin.
Im dritten Satz machte Erfurt früh klar, wer als Sieger vom Feld gehen sollte. Spätestens beim 16:5 gab es keine Zweifel mehr. Sanchez konnte es sich leisten, seine mit 14 Punkten (61 % Angriffsquote) beste Angreiferin, Isabel Kovacic, vom Feld zu nehmen und auch Lydia Stemmler sowie Emely Nowak bekamen ihre Kurzeinsätze. Der Spielfluss kam durch die zahlreichen Wechsel etwas ins Stocken, änderte aber nichts mehr am Spielausgang. Den Matchball verwandelte Rosalie Tetzel mit einem Block zum 25:18.
Erfurt liegt mit zwei Siegen und fünf Punkten nach zwei Spieltagen voll im Soll. Die kommenden Aufgaben Stuttgart (H), Schwerin (A) und Dresden (H) sind allerdings andere Kaliber und ungleich schwerer.
Fotos: justus fotos