Vorberichte

Auswärts in der Hansestadt

Bundesliga
EF Vilsbiburg 3 S Schmidt

Am heutigen Dienstag geht es für Schwarz-Weiß Erfurt zum ersten Auswärtsspiel nach Hamburg, wo um 18:30 Uhr die ETV Hamburger Volksbank Volleys auf die Thüringerinnen warten.

Der Auftakt am vergangenen Samstag war für die Schwarz-Weiß-Damen erfolgreich. Mit 3:2 sind die Sanchez-Schützlinge siegreich in die neue Saison gestartet. Bemerkenswert, dass sie dabei einen 0:2-Rückstand wettmachten, weshalb der Jubel von Mannschaft, Staff und Zuschauern entsprechend groß war. Vilsbiburg hatte zuvor bewiesen, dass sie ein qualitativ starker Aufsteiger sind, mit dem im weiteren Saisonverlauf zu rechnen ist.

Jetzt geht es für die SWE-Damen zu einem der Aufsteiger des Vorjahres. Der Eimsbütteler Turnverein war Teil des Paketaufstiegs und genießt nach wie vor Welpenschutz und kann sportlich nicht absteigen. Ziel dieser Vereinbarung zwischen VBL und den drei Aufsteigern der Vorsaison ist es, ihnen Zeit zu geben, sich vor allem strukturell und finanziell im Oberhaus zu etablieren. Dass es in der Hansestadt vorangeht, den Standort an der Alster wieder salonfähig zu machen, ist auch daran zu erkennen, dass der ETV in dieser Saison sämtliche Heimspiele in der größeren CU-Arena austrägt und man die vereinseigene kleine Halle in Eimsbüttel verlässt, um sich besser entwickeln zu können.

Sportlich will man auch weiter nach vorne kommen, weshalb nicht nur fünf neue Spielerinnen verpflichtet wurden – darunter die Ex-Erfurterin Sina Siebert – sondern auch mit dem Slowaken Jakub Brecka ein neuer Trainer das Zepter an der Seitenlinie schwingt. Für das erste Heimspiel der Saison haben sich die Hanseaten Punktezuwachs als Ziel gesteckt. Es wären die ersten der Saison, nachdem die Hamburgerinnen zum Auftakt in Flacht beim 1:3 und zwei knappen Satzverlusten an zumindest einem Punktgewinn scheiterten. Für das ambitionierte Saisonziel, Erreichen der Playoffs, müssen die Volksbank Volleys also bald anfangen, eine erfolgreiche Ernte einzufahren. Klar, dass da aus Hamburger Sicht auch Erfurt zu den potenziellen Opfern zählt.

Die Erfurterinnen wollen allerdings nicht der erste Punktelieferant sein, der nach Neugraben anreist. „Wir werden uns gewissenhaft auf Hamburg vorbereiten, so wie vor jeder Partie und wollen natürlich dort gewinnen“, hatte Libera Lotte Goertz kurz nach dem Heimsieg auf die kommende Aufgabe geblickt. Die erfolgreiche Wende der Vilsbiburg-Begegnung wird ihnen reichlich Rückenwind für die Fahrt nach Hamburg und die dortige Partie geben.

Das Spiel Hamburg gegen Erfurt wird wie gewohnt im Livestream bei Dyn übertragen.

Fotos: Sebastian Schmidt