Nach einer enttäuschenden Leistung musste Schwarz-Weiß Erfurt beim SSC Palmberg Schwerin eine deutliche Niederlage einstecken. Bei der 0:3 (-18, -11, -15)-Niederlage waren die Gäste chancenlos.
Es gibt Tage, da wäre man lieber im Bett geblieben. Einen solchen erwischten die Erfurterinnen am Mittwoch in der Palmberg-Arena. „Es hat vorn und hinten nicht gepasst“, fasste Libera Lotte Goertz in einem Satz kurz und knapp zusammen, wie das Spiel der Erfurterinnen einzuschätzen ist. Schwache Annahme, weitestgehend harmlose Aufschläge, die Abstimmung zwischen Zuspiel und Angriff passte oft nicht und im Angriff war sowohl über die Position zwei als auch vier Flaute. Erfurts Angreiferinnen scheiterten reihenweise am starken Schweriner Block, schlugen verzweifelt ins Aus und fanden einfach keine Lösung gegen das zweifelsfrei starke Abwehrbollwerk der Gastgeberinnen. Dass Isabel Kovacic und Mittelblockerin Alix de Micheli mit jeweils fünf Punkten die „Top-Scorerinnen“ bei den Gästen waren, unterstreicht die Angriffsschwäche.
Während es sich SSC-Coach Felix Koslowski im Spielverlauf leisten konnte, seiner zweiten Reihe Einsatzzeiten zu geben, um Spielpraxis zu sammeln, wechselte Pablo Sanchez, um seine Mannschaft irgendwie in die Spur zu bekommen. Es änderte insgesamt wenig am Spielgeschehen, einen Klassenunterschied an diesem Abend konnte Erfurt nicht kaschieren. 44:18 Angriffspunkte und 11:5 Blockpunkte zugunsten der Gastgeberinnen sprechen auch hier eine deutliche Sprache.
Unter dem Strich bleibt eine bittere, aber vielleicht lehrreiche Erfahrung für das auf diesem Niveau noch unerfahrene Team. Dass es die SWE-Damen auch gegen ein Topteam besser können, dazu haben sie in einer Woche bereits Gelegenheit, wenn der Dresdner SC in Erfurt zu Gast ist.
Fotos_ Michael Dittmer